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Glaubenskrieg

Herz versus Verstand versus Glauben featuring Aberglaube.

Wie nur bekommt man alles auf eine Linie???
Das Ziel ist klar umrissen, die Schatten lang und länger.

Das Schwanken macht mich noch wahnsinnig. Ja, nein, vielleicht….oder doch nicht nein. Es herrscht Chaos im Kopf. All gegenwärtig und stets bereit. Ich kann, weil ich will – unbedingt will – und doch spielen Teufel und Engel ihr allseits bekanntes Spiel.

Einmal: Leck mich am A**** (sorry), ich rock das Ding.

Einmal: Wo kann ich mich verkriechen.

Noch 7 Wochen und 5 Tage.

Der Aktenvortrag

Einige hassen ihn, einige stehen ihm neutral gegenüber und andere mögen ihn. Nur eins ist allen gemeinsam – Panik – was, wenn man so überhaupt keine Ahnung hat, was man erzählen soll. :mrgreen:

Auch hier gilt “Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit” und mal ein bißchen Mumm in den Knochen.

Hiermit meine ich keinesfalls Arroganz, Sarkasmus oder Blödelein. Nur steht und fällt ein Vortrag mit der Darstellung und der Überzeugungskraft des Haltenden. Hierzu gehört zwangsläufig ein gewisses Selbstbewusstsein.

Nun ja – große Reden und nun zu meinem heutigen Aktenvortrag, in welchem ich wohl die völlige Ahnungslosigkeit darstellte. :mrgreen:

Es ging um die Erteilung einer straßenrechtlichen Sondernutzungserlaubnis unter einer Einbeziehung einer speziellen (real nicht existenten) Verordnung hierzu. Es gab keine direkte Anspruchsgrundlage. Nun ja….kein Ding, dann basteln wir uns eben eine.

Aber dann kam das Problem (oder auch nicht): es gab keine mündliche Verhandlung und auch keine Zustimmung der Beteiligten auf eine solche zu verzichten. Ja, ja…auch im Verwaltungsrechtsstreit gilt nach § 101 VwGO der Grundsatz der mündlichen Verhandlung. ;)

Im Bearbeitervermerk fand sich auch kein Hinweis, nicht mal auf etwaige Hilfsgutachten.

Ein Fehler oder beabsichtigt??? Das ist hier die Frage.

Mumm hat der, der im Aktenvortrag lediglich vorschlägt:

Ich schlage vor, zunächst einen Termin zur mündlichen Verhandlung anzuberaumen

Dies fußt auf folgender rechtlicher Würdigung. Nach…..

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

:mrgreen:

Nicht ganz so Mutige, hängen trotz fehlendem Hinweis ein Hilfsgutachten hinten dran. Kann man, muss man aber nicht. Zumindest nicht hier zu Lande. Denn in den allgemeinen Prüfungshinweisen steht:

Ein Hilfsgutachten ist von Nöten, wenn es im Bearbeitervermerk angegeben wird.

Ach ja….die lieben Aktenvorträge sind eben doch nicht immer durchdacht vom Ersteller.

Vor wenigen Tagen im 2. Staatsexamen lief ein strafrechtlicher Aktenvortrag, in welchem es um Beleidigung, Nötigung im Straßenverkehr usw. ging. Tatzeitpunkt war der 10.01.2010. Der Beschuldigte stritt alles ab. Nur der Geschädigte konnte Angaben machen. Dieser sagte unter anderem aus:

Ja. Ich konnte die Worte: “Du blödes Arschloch……” genau hören. Denn als ich den Beschuldigten überholte, hat er genau das aus seinem offen fahrenden Caprio zu mir rüber geschrien.

3 von 4 Kandidaten klagten den Beschuldigten an. 1 Kandidat stellte alles nach § 170 StPO ein.

Ihre Argumentation:

Der Zeuge/ Geschädigte ist unglaubwürdig. Das folgt unter anderem aus dem Gesichtspunkt, dass am 10.01.2010 Außentemperaturen in hiesigen Breiten von unter – 15 Grad herrschten und bei diesen Temperaturen kein Mensch mit offenem Verdeck fährt.

Die Prüfer waren so verdutzt, weil die Lösungsskizze dies nicht vorsah und sie aber auch nix entgegen zu setzen hatten, dass diese Argumentation auf fruchtbare Prüferohren stieß.

Man merke sich: es geht alles mit der notwendigen Arbeit am Sachverhalt, dem Grundvertrauen in das eigene Können und der eigenen Überzeugungskraft.

Und wenn alle Stricke reißen, ist ein falscher selbstbewusster Vortrag immer noch besser, als ein wimmerndes Etwas.

Am besten wäre natürlich die korrekte Lösung selbstbewusst und eloquent vorgetragen – da machen wir uns nix vor, nech!!!

Staatsanwaltschaft…

ich komme….. :mrgreen:

Gestern war die Zusage der hiesigen Staatsanwaltschaft in der Post. 1 von 2 Stellen gingen also an mich. *yeah*

Die Wahlstation von 01.06. – 31.08. kann kommen. :)

Nun fragt sich sicher der oder ander warum ich mir ausgerechnet diese Stelle ausgesucht habe. Das kann ich gern ausführlich beantworten.

Zunächst einmal hat mir die StA Station sehr viel Spass bereitet. Es war Streß, aber es war genial. Es ist sicher kein Jura auf Hochreck, aber dennoch zählt der juristische Bauch, das Feingefühl für den Fall und die Genauigkeit im Detail.

Am meisten reizt es mich ein Amtsanwaltsdezernat zu übernehmen (genau das bekommen wir!!!!), ein Büro, 2 mal die Woche Sitzungsdienst und der alltägliche Wahnsinn.

Wenn ich das nicht mögen sollte, sollte ich meinen Berufswunsch überdenken. Für mich ist es also eine Testphase für die Zukunft. Und für den Fall der Fälle eines Bestehens des schriftlichen Examens dürfte ich durch die Sitzungen zumindest mündlich nicht auf den Mund gefallen sein. Plädoyers sollten  das nötige, selbstsichere, Auftreten mit sich bringen und schulen.

Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit. :mrgreen: (man sagt, das sei die halbe Miete und alles kann frau ja nicht können)

post scribere:  ich lächle nur vordergründig der Prüfung entgegen…..das dahinter schreit nach Panik.

Tipp des Tages

Am einfachsten ist es für Sie im Examen, wenn sie sich die Norm ansehen und schauen, ob die Voraussetzungen erfüllt sind!

Ich finde es soooo gut, uns diesen Ratschlag noch vor dem Examen zu erteilen. Da ist mir echt ein Licht aufgegangen und ich glaube, so kann wirklich nichts mehr schief gehen im Examen.

:mrgreen:

Oh man, wenn es nicht so schlimm wäre, dann wäre es schon wieder nur zum Lachen.

Also den Montag könnte man auch gut und gerne als Hölle bezeichnen. Nicht nur, weil es eben Montag ist (und wir im allgemeinen diesen Tag hassen wie die Pest), sondern vorallem weil es der Tag des Zwangsvollstreckens ist.

Morgens 5 Stunden Arbeitsgemeinschaft “Zwangsvollstreckung” und Abends 2 Stunden Rep “Zwangsvollstreckung”.

Danach rockt der Kopf bis tief in die Nacht: Titel, Klausel, Zustellung und beginnt von vorn.

Ja, ja diese rudimentäre Klausel, die wohl jeder Ref kennt. Wenn es dabei nur bleiben würde. Nein, da jagt uns der Repititor im Affentempo quer durch die Künste der Zwangsvollstreckung. Da kommt selbst die Arbeitsgemeinschaft nicht hinter her. :o

Einfache Klausel, qualifizierte Klausel, Rechtspfleger, UdG, Zustellung, Vorpfändung, formelle Einwendungen, materielle Einwendung, eben jene in der Klage auf Klauselerteilung, Erinnerung, Klage gegen Klausel, Einstellung der Zwangsvollstreckung.

Alles kein Problem, wenn es an einem Abend nicht ca 10 unterschiedliche Fälle wären, welche wir bearbeiten.

Aber nein, ich will mich nicht beschweren. Durch das Rep sind jene Teilnehmer der AG um Längen voraus. Das bringt den Vorteil, dass man die Thematik in der AG nochmals wiederholen kann. Und Wiederholungen sollen ja zum gewünschten Ergebnis führen, nech….Hauptsache es bleibt drin, im Kopf.

Noch 9 Wochen und 1 Tag……

Püppi – Sonntag

Heute nun – endlich – nach scheinbar endlosen 6 Wochen, waren wir zu Besuch beim süßesten Baby der Welt.

Das war (wie Conni immer so schön schrieb) Brausepulver fürs Herz!!!  ♥ ♥ ♥

Die kleine Maus ist einfach zuckersüß und sie riecht so gut. Wie sie irgendwann bäuchlings in Fliegerposition auf meinem Arm eingeschlafen ist, dieses Knattern von sich gegeben hat und zusammen “geknüllt” beim Liebsten auf der Brust schlummerte – hach, da schlägt das eigene Herzchen bis zum Hals.

Und diese feinen, dunkelbraunen und vorallem zahlreichen Haare. Das nenn ich ne Trendfrisur mit zur Seite abgeschrägtem Pony. Hach……

Ein zuckersüßer Sonntag!!! Danke!!!

Rastlos

Genau so fühl ich mich momentan und ich kann nicht damit um. :?

Ich weiß nicht, wohin mit mir. Ich fühl mich wie der Hamster im Laufrad, ohne den Ausstieg zu erwischen. Ich sitze vor meinem Schreibtisch und möchte nur noch raus. Bin ich dann draußen, will ich nur noch rein. Ich tigere so vor mich hin, kann mich nicht konzentrieren und muss es doch.

Und das ist anderen nicht verborgen geblieben.

In einem Gespräch mit meiner Ausbilderin kam dies auch zur Sprache und ehrlich gesagt, hat sie mich damit kalt erwischt. Ich kam mir vor, als hätte man mich in einen Kübel mit Eis gesteckt. Mir blieb die Luft weg, als würde es mich erdrücken. Die Kehle schnürt sich zu und man kann nicht mehr sprechen.

Sie meinte es nur gut, wollte sicher nicht in ein Wespennest stechen. Tat es aber doch. Man sah es mir an…..am liebsten hätte ich die Flucht ergriffen. Aber wem hilft das??? Mir sicher nicht.

Ihr Rat an mich, ich solle meine Arbeit massiv zurück schrauben, mich aus dem laufenden Kanzleigeschäft etwas zurück ziehen, den Kopf frei bekommen. Ich würde viel zu viel tun – hätte stets und ständig das Examens P in den Augen.

Oh ja, man merkt es mir an. 3 Abende in der Woche Repititorium, 2 Tage Arbeitsgemeinschaft und 2 Klausurenkurse fordern meine Kraft zuzüglich zur bisherigen Kanzleiarbeit.

Ich weiß, dass das so ist und habe dennoch ständig das Gefühl zu wenig zu machen. Und so tigere ich innerlich wieder umher.

Hääääää???

Kann mir mal bitte jemand da draußen erklären, welchen Beitrag “ihr” seit gestern dauernd anklickt.
In meiner Statistik rockt gerade ein Artikel unter dem Titel “home page” wie nix gutes und schießt durchs Dach.

:?

Ich habe aber gar keinen solchen Artikel in meinem Blog!!!
Ich versteh die Welt nicht mehr.
Seht ihr vielleicht etwas, was ich nicht sehe???

2009 mit 450 Worten

Eigentlich sagt man ja immer, ein Jahr hat Höhen und Tiefen. Aber irgendwie kann ich das für das Jahr 2009 nicht bestätigen (und darüber möchte ich mich nicht beschweren). Denk ich über das zu Neige gehende Jahr nach, so fallen mir tausend kleine oder größere positive Sachen ein.

2009 war arbeitsreich – oh ja wie wahr. Selten zu vor habe ich so intensiv gearbeitet. Naja man wächst mit seinen Aufgaben. :mrgreen:
Die Zeit bei der Staatsanwaltschaft war besonders aufregend und spannend. Es hat – nach dem ersten Schock – unheimlichen Spass gemacht, die Sitzungsdienste wahrzunehmen. Besonders die Verhandlungen vor dem Jugendrichter waren sehr interessant. Das hat mein Interesse doch stark geweckt.

2009 war voll mit Freunden. Angefangen hat alles mit dem zeitweisen Einzug der liebsten Kate in unsere Höhle. Man, das war ne Zeit. So viel gequatscht, getratscht und gelästert Fakten ausgetauscht hab ich selten. Das war eine unheimlich schöne Zeit. Ich hab aber auch ziemlich viele neue – naja sagen wir – Bekanntschaften gemacht. Besonders die sich in den letzten Wochen entwickelte Weibsengruppe ist mir ans Herz gewachsen. Mädels – ich mag Euch und es macht unheimlichen Spass mit Euch los zu ziehen.

2009 war Babyreich. Da soll mal einer sagen, Deutschland brauche mehr Kinder. Fast mein gesamter Jahrgang scheint 2009 Nachwuchs bekommen zu haben oder schiebt noch eine ruhige Kugel. Unglaublich diese kleinen Wunder!!! Das süßeste kleine Prinzesschen – auch liebevoll Eskimobaby genannt – hat das Licht der Welt erblickt. Und die Hoffnung stirbt zu Letzt, nech. ;)

2009 war New York. Oh wie wundervoll war es mit dem Liebsten bei Sonnenaufgang durch den Central Park zu spazieren oder die Brooklyn Bridge zu überqueren. Hach, DAS war Brausepulver fürs Herz. Aber auch die Abende mit den liebsten Mitgereisten war einfach wunderschön. Ich könnte stundenlang in Erinnerung schwelgen. New York hat es uns angetan!!

2009 war voll mit Liebe. Auch wenn der Liebste in den ersten Dezembertagen auf Grund des Nikotinentzugs etwas muffelig war, so ist und bleibt er die Liebe meines Lebens. Er hat es immer und immer wieder geschafft mich aus meinem Tief raus zu holen, zu motivieren und mir das nötige Selbstbewusstsein zu verschaffen. Das 7. gemeinsame Jahr neigt sich dem Ende entgegen und der Lack glänzt wie am ersten Tag. *hach*

2009 war schmerzfrei. Seit Jahren das erste Jahr (wat ein Deutsch) in dem ich keinen Schmerzschub hatte. Keine Tabletten, keine Wärmepflaster, keine zu Krücken umfunktionierten Schrubber, kein Humpeln und Staksen. Einfach schmerzfrei!!!!

2009 war ein Abenteuer. Geheimnisvoll, verzwickt, aufregend, manchmal erschlagend vor Ereignissen, mitreißend, mitfiebernd und mitfühlend. Es gab soviel zu erleben und zu genießen.

Oh ja – 2009 war ein tolles Jahr!!! Auf das 2010 ebenso genial wird!!!

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!!!

Bleibt munter, gesund und glücklich. Auf auf ins neue Blogjahr.

Skol meine Lieben, wir lesen uns!!!

:mrgreen:

Da sehnt man sich seit Tagen – ach was seit Wochen – nach diesen paar besinnlich ruhigen Tagen und wenn sie dann da sind, kann man vor lauter Ruhe nicht zur Ruhe kommen. Komisch irgendwie. Die innere Uhr lässt sich wohl nicht so schnell von Streß auf Ruhe umstellen. Jedenfalls hatte ich ständig das Gefühl, etwas vergessen zu haben…..auch nicht schön.

Aber es gab Ruhe – soviel, dass ich meinem eigenen Herzschlag lauschen konnte. Ich hatte viel Zeit zum Nachdenken, Lesen, Kuscheln mit dem Liebsten, Quatschen mit der liebsten Mom der Welt und Philosophieren mit dem liebsten Dad der Welt. Leider auch zum essen.

Kaum hat man es sich gemütlich gemacht und genießt die Ruhe, ist es auch schon wieder vorbei. Komisch irgendwie…

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