Archiv | Juli, 2009

Ideen braucht der Mensch

31 Jul

Staubig und Trocken war gestern. Heute dröhnt die Kirche…. :mrgreen:

Wir hoffen nur, dass es nicht ein solches Ende nimmt.

P.S. am geilsten ist ja wohl der Richter. Ich stell mir grad den Liebsten bei solche einem Eintritt in den Gerichtssaal vor und komm vor Lachen nicht mehr klar. Hilfe – ich brauch LUFT!!!! *gröhl**brüll**heul*

P.P.S. Die RAs sind auch gut. :mrgreen:

Zwischen Spongebob und Dr. Sommer

26 Jul

Ach ja die liebe Grauphase zwischen Kindheit und, wie meine Mom immer sagte, jugendlichem Scheißhaufen Dasein.

Irgendwie schon lustig so von Außen zu beobachten, wie das liebe Kind vor dem Schrank steht und panisch nach den passenden Klamotten kramt. Aber nicht das man denkt, damit hätte es sich. Neeeee….
Die Panik schreitet voran, wenn Kind merkt, dass der passende Schmuck und Lippgloss nicht anbei ist. Dann kann das schon mal in einer mittelschweren Krise enden, die wir allerdings bis heute immer ganz gut meistern konnten – schließlich bin auch ich „Tussi“ und besitze Schmuck und Lippgloss. :mrgreen:

Wenn da nicht diese blöde Grauphase wäre. 😉

Nichts ahnend nach der mittelschweren Krise vom Vorabend, wacht frau sodann früh um 8 Uhr (am SONNTAG!!!!) auf und denkt, frau ist im falschen Film. Da schreit es aus dem Wohnzimmer „Spongebob – Schwammkopf – Spongebob“ *träller**jubbel**yeah*
Mit Augenringen bis zum Boden schleppt frau ihren müden Körper ins Wohnzimmer und erblickt Vater und Tochter, Letztere im Glitzeroutfit, auf dem Sofa und der Fernseher brüllt ständig „Spongebob – Schwammkopf“.

Nach 2 Sekunden erlischt die Mattscheibe in ödes Schwarz und Tochter und Vater, Erstere nun mit Lippgloss bewaffnet, trotten zum Frühstückstisch. An Selbigen gehen nun die Erzählungen aus der Bravo los und Dr. Sommer und die Fotolovestory und überhaupt, die Bravo ist cool.

Äh ja…schrie da nicht eben noch ein doofer Schwamm im TV??? 😕

Naja ok. Und dann schwenkt die Diskussion wieder.

Knutschen ist doof und ekelig

sagt das liebe Kind.

Äh ja….waren wir nicht eben noch bei Dr. Sommer und Fotolovestory und Bravo ist cool??? 😕

Ja aber das ist ja nicht echt

erwidert das liebe Kind.

Äh ja….ok, so langsam geb ich es auf, bei den Schwankungen mitzuhalten. 😉

Ja, ja so ist das in dem Alter. In der einen Sekunde Teenie und in der anderen doch noch Kind. :mrgreen:

…die Tochter des Liebsten…

Das untergärige Schwarzbier

21 Jul

oder auch die Wiederholungsklausur. :mrgreen:

Na wer kennt sich mit den Gärungsprozessen, Filtrierungen und Stammwürze von Bier aus?
Keiner?
Ich auch nicht.

Nichts desto trotz durfte ich mich gestern 5 Stunden damit beschäftigen und das mit meinem flauen Magen. 😕
Seit gestern weiß ich nun, wo der Unterschied zwischen einem Bier und einem besonderen Bier ist. Den Unterschied zwischen Starkbier, Bockbier, Schankbier und was weiß ich was für ein Bier hab ich leider nicht durchdrungen. Ich sollte mehr Bier trinken, vielleicht hätte ich dann auch eine Meinung zum Verwaltungsstreit gehabt. 😉

Auch sehr interessant war die geschichtliche Entwicklung des deutschen Biergesetzes aus dem Brauereisteuergesetz vom 31. Mai 1872, über Novellierungen aus den Jahren 1906, 1909, die Einführung des deutschen Biersteuergesetzes am 26. Juli 1918, wiederum über eine Novellierung im Jahr 1972 bis hin zu den hundert Verordnungen, Vorläufigen Gesetzen und irgendwelchen Übergangsvorschriften zum Thema Bier.

Ja, ja dem Deutschen ist das traditionelle Bierbrauen als Kulturgut heilig. Die Erhaltung ist kulturpolitisches Ziel. Ja, ja….. 👿

Sehr bedauerlich fand ich allerdings, dass man die Warenprobe, welche als Anlage zu einem Schriftstück von der Brauerei angefügt wurde, aus der Akte entfernt hatte. Fast jeder hätte sich beim Verrenken des Hirns wohl spätestens nach einer Stunde so ein kühles untergäriges Schwarzbier gewünscht.

Ein Satz mit x, die Klausur war wohl nix. Außer dämliches Vor – sich – hin – Grinsen….

Guten morgen…

20 Jul

& gute Nacht.

Mit nur einer Stunde Schlaf im Nacken, wegen unsäglicher Magenkrämpfe und endlosem Hin- und Herwerfen, werde ich nun meinen geschunden Körper zur Wiederholungsklausur schleifen. 😕

Ich hab Bock wie ne Sau zum Hochsprung.

Fotobuch von Saal.digital

15 Jul

Das man bei diversen Anbietern Fotobücher aus eigenen Fotos zusammenstellen kann, dürfte sich ja langsam rumgesprochen haben.

Aber welchen der hundert Anbieter nimmt man nur?

Vor zwei Jahren hab ich Fotobuch.de in Anspruch genommen. Doch bei genauerer Betrachtung fiel mir eine ziemlich starke Rasterung durch den Druck auf den Bildern auf. Das wollte ich nun eigentlich bei den neuen Fotos nicht mehr sehen. Schlecht ist das Buch nicht, aber die Ansprüche wachsen wohl auch stetig mit. 😳
Also ging die Suche im Netz wieder los.

Nach einigem Suchen bin auf das Fotobuch von Saal.digital gestoßen und hab dort ein 50 – seiten – A 4 – Querformat – Fotobuch bestellt. Verwendet wird dort für den Druck Fotopapier und man wirbt mit echter Fotoqualität. Zudem überzeugte mich der Preis von 44 € inkl. Versand.
Am Freitagabend ging die Bestellung per Internet raus und am Dienstag (also gestern) war das Paketchen da. 😀

Das Buch überzeugt in wirklich allen Punkten. Der Einband ist solide und wirkt sehr hochwertig. Die Seiten sind recht dick und knicken nicht ein. Die Bindung ist super flach, so dass es keine Einschränkungen beim Betrachten von Panoramaaufnahmen gibt. Und das sicherlich Wichtigste: die Farben der Bilder sind so, wie sie sein sollten (und bearbeitet wurden), die Bilder weisen eine wirklich hervorragende Druckqualität auf und die Schärfe der Fotos überzeugt.

Ich bin wirklich überaus zufrieden und glücklich. 🙂
fotobuch

fotobuch1

fotobuch2

Fazit: kann ich nur empfehlen!

Und immer wieder gibt es Ärger

14 Jul

Ich muss mal wieder meckern. Nicht das jemand noch denkt, ich hätte mir das Meckern abgewöhnt. :mrgreen:

Wie kann es anders sein – es geht um die Verwaltung.

Gestern war es wieder soweit, die 3. Klausur stand an. Also packte ich meine Unterlagen zusammen und schleppte die Tasche, welche mindestens 20 kg wiegt (und das ist mal ohne Übertreibung), ans andere Ende der Stadt.
Bei molligen 30 Grad trafen sich 31 Sklaven Freiwillige in einem kleinen Saal im Dachgeschoss und wollten ihr Wissen präsentieren.

Punkt 9 Uhr (es handelt es sich um eine 5 stündige Klausur) teilte eine nette Dame die Aktenauszüge aus und wünschte uns gut gelaunt „Viel Glück“.

Nach dem Lesen des ersten Satzes wünschte ich mir bereits auf der Stelle ziemlich krank zu werden. Da stand was von Wohngeldzuschuss, Hartz IV und allein erziehende Mutter. Na herzlichen Glückwunsch zu diesem Schätzchen.
Dennoch quälte ich meine geschundenen Augen durch die Akte und schlug das Gesetz auf.

😮

Ähm irgendwas lief gerade mächtig schief. Mein Gesetz stimmte nicht mit den Angaben aus der Akte überein (die Verweisen ja auf einzelne §§ und deren Inhalte). Also hab ich nen langen Hals gemacht und bei meinem Nachbarn ins Gesetz geglotzt.
Schock schwere Not. Der hat ein anderes Gesetz.

Weil ich so nett bin und andere nicht am Arbeiten hindern möchte, entriss ich meinem Nachbarn das Gesetz und unterzog es einer Prüfung. Haaaa, das Ding ist veraltet – von 2005 – und damit die Akte auch. Mein Gesetz enthielt eine Novellierung aus dem Januar 2009. Haaaaaa……. 👿

Nach neuer – und einzig geltender Rechtslage – ist diese Klausur nicht lösbar. Haaaaaaaa…..Badesee isch koooooommmmeee….. 😀

Und weil ich immer noch sooo nett bin, schnappte ich mir die Klausur und das Gesetz und stiefelte zu der netten Dame, wies sie darauf hin, dass die Klausur nicht lösbar sei und die Klausur nun abgebrochen werden müsste.
Diese nette Dame war etwas überfordert (sie hat ja auch nix mit der Klausurstellung zu tun) und blickte verwirrt in die Runde. Einige meiner Kollegen waren noch nicht soweit und hatten das Problem demnach auch nicht erkannt. Dennoch bekam ich Unterstützung von anderen Teilnehmern.

Die nette Dame schwang sich also ans Telefon und versuchte den Sachverhalt zu klären. Im Saal herrschte absolutes Chaos, jeder redete mit jedem und man unterhielt sich natürlich über die Klausur. Für mich kein Problem, da aus meiner Sicht nur eine Lösung im Raum stand – Klausur wird abgebrochen.

Tja da hab ich die Rechnung ohne unseren Verwaltungsapparat gemacht.

Der Vorschlag lautete, wenden sie den neuen § 23 und den alten § 18 WGG an. Ja ne is klar und morgen kommt der Weihnachtsmann. Der Saal stand Kopf.
Nun kam es richtig dicke: jeder, der die Klausur abbricht, bekommt 0 Punkte wegen nicht erbrachter Leistungen.

Es wurde hin und her telefoniert – man könnte sagen, der Telefondraht glühte. Und immer wieder die gleiche Antwort, wir sollen eine gemischte Rechtslage anwenden, wer abbricht bekommt 0 Punkte. Was unsere Amtsschimmel übersahen, selbst bei einer gemischten Rechtslage ist die Klausur sinnlos, weil sich der Problemkreis durch den neuen § 23 WGG erledigt hat. Aber irgendwie wollten sie uns nicht verstehen.
Nach endlosen Diskussionen beriet man sich mit der Rechtsabteilung des jeweiligen Landesverwaltungsamtes (hallo, das sind selber alles Volljuristen!!! Wozu eigentlich die Rechtsabteilung mit einer Prüfung belästigen???)

Nach 10 Minuten Prüfung der Rechtsabteilung, wurde die Klausur abgebrochen und man riet den AG – Leitern die Finger von der 0 Punkte Regelung zu lassen.
Ich glaub, unsere AG Leiter vergessen ab und zu, dass wir selber Juristen sind und nicht gerade auf den Kopf gefallen sind. 👿

Warum ich mich darüber aufrege, obwohl die Klausur abgebrochen wurde?

Ganz einfach: an uns wird ständig rum gemeckert, jeder Pups wird abwertend kommentiert und die Meinung des AG Leiters ist immer richtig.
In meiner letzten Klausur fand sich folgende Korrektur auf dem Deckblatt:

Ich schrieb: AG Verwaltungsrecht
Korrektur: Nein! Verwaltungspraktische AG

Nicht nur ich, sondern alle, fühlen sich geringfügig verarscht. So das war jetzt lang, musste aber raus.

(Foto) Tipps für New York

12 Jul

Sarah hat gefragt, da nutz ich das doch gleich für einen Post. :mrgreen:

Das Tollste an New York ist natürlich das bunte Straßenleben. Deswegen kann ich nur empfehlen auch mal zu Fuß durch die Straßen zu streifen und vor allem durch den Central Park. Aber Achtung – 3/4 Blocks Entfernung hören sich nicht viel an, aber sie können verdammt lang sein. Zumal die Größe der Blocks auch sehr unterschiedlich ist. Also mein Tipp: gleich am ersten Tag eine Wochenkarte für die Subway (kostet jetzt 26 $) kaufen. Am Ende des Urlaubs werden die Füße trotzdem extrem schmerzen. 👿
(solches Fußaua kenn ich nur aus NYC).

Fotografieren kann man am besten in den frühen Morgenstunden (im Sommer seeehr früh – 5 Uhr bis ca. 8 Uhr) und abends. Denn über der Stadt hängt meistens den ganzen Tag eine dicke Dunstglocke.

Motive bieten sich eigentlich überall, wie sollte es anders sein. 😉
Meine Favoriten:
* Central Park – Sheep Meadow, Bow Bridge, The Lake.
* Columbus Circle – vorallem am Abend.
* Rockefeller Center – Top of the Rock – unbedingt dem Empire vorziehen und im Fahrstuhl nach oben schauen. Man kann auch zum Sonnenaufgang bzw. – untergang hochfahren, kostet aber gleich mehr. 😀
* Grand Central Station – dort ist leider nirgends ein Stativ erlaubt
* Brooklyn Bridge – Stativ auf der Brücke sinnlos, da die Brücke ja schwingt und das merkt man deutlich
* Brooklyn – unter der Brücke ist ein kleiner Park. Von dort aus sind die berühmten Panoramen alle gemacht.
* der Südzipfel natürlich – zur großen Dame sind wir nie gefahren, da man dort mindestens 1,5 Stunden an der Fähre ansteht und wir das nicht wollten.
* Flat Iron District
* UNO
* 5 th Avenue

Ach ja der Time Square. Finde ich persönlich abends ziemlich beeindruckend und vor allem schreiend bunt. Für Fotos aber nicht sooooo toll. Aber das ist sicher Geschmackssache und es gibt ja auch tolle Fotos.

Den Reiseführer von Dorling Kindersley kann ich wärmstens empfehlen. Da ist alles wichtige drin und wunderschön nach Stadtteilen aufgearbeitet.
Joa ich hab bestimmt tausend Sachen vergessen, also bei Fragen – immer her damit. 😉

Und nun die Slideshow (Ton an und HQ empfohlen):

Und wer die Bilder nochmal in Ruhe ansehen möchte – hier – die Galerie auf meiner Seite.

New Yorker Netiquette

9 Jul

Um das äußerst Positive vorweg zu nehmen: die New Yorker sind wirklich äußerst freundlich und zuvorkommend. Da gibt es kein Meckern. Merkt der New Yorker, dass Mensch nicht aus dem englisch sprachigen Raum stammt, schraubt er/sie die Geschwindigkeit sofort zurück. Man hält anderen die Türen auf (und damit mein ich nicht die Hotelboys, die unbestritten auch sehr nett sind :mrgreen: ), hilft Mamas mit dem Kiwa in die Subway, hinterlässt beim Picknick im Park keinen Müll und auch sonst trägt man ein Lächeln im Gesicht.

Aber, wenn da nicht der Tourist auch auf die harte Welt der Arbeit treffen würde. :devil:

New York besteht aus den sogenannten Yellow Cabs, die zugegebenen mittlerweile Orange Cabs genannt werden müssten. Man fährt einfach Taxi und Taxen bestimmen das Straßenbild. Sie sind ständig in Eile, um keinen Kunden zu verpassen oder zu verärgern. Da kommen Menschen, welche ordnungsgemäß die Straße überqueren wollen, gar nicht recht.

So geschah es, dass mir ein sehr freundlicher Taxifahrer beim Überqueren einer ca. 4 spurigen Straße (Anmerkung: er hatte rot, ich – als Fußgänger – grün) mit seiner Stoßstange unbedingt mit meinen Knien kuscheln wollte. Ich mein, ich hab aber auch anziehenden Knie, die man auf niemanden loslassen kann und freigelegt durch ein Sommerkleid waren sie auch noch. 😉

Ich sollte das überdenken bei dieser Wirkung.

Meine Mom, die neben mir lief, sprang jedenfalls augenblicklich zur Seite und fluchte – wie immer – auf russisch. :devil:

Der nette Taxifahrer war sich keiner Schuld bewusst und zwang seinen elfenhaften Körper aus dem geöffneten Seitenfenster, um sich bei mir zu entschuldigen.
Seine Worte waren soooo nett, dass sie eines Zitates bedürfen:

Fuck you bitch!

Ich fand das so nett, dass ich mich ganz freundlich lächelnd im Takt seiner dudelnden Musik – wie konnte es anders sein Michael Jackson – eine wenige Sekunden vor seinem Fenster aufbaute und freundlich zurück grüßte.

Have a great day and i’m thinking, thats your favorit dream.

Ich hoffe, er hat mich verstehen können. Mein Englisch ist – nun ja – nicht gerade das Beste. 😳

Dieses freundliche Miteinander find ich ja sooooo beeindruckend. Wir sollten uns daran ein Beispiel nehmen. :mrgreen:

We are back

8 Jul

So nun wird es aber auch Zeit, mich zurück zu melden. 😳

Wie immer nach so einem Urlaub, weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen. Aber nach und nach werden sicher noch ein paar Anekdoten folgen. Vorerst starte ich mal mit ein paar Fotos.

Sonnenaufgang über dem Columbus Circle
1
Sheep Meadow mit Blick auf die 59 th Straße
2
Blick auf Central Park West – Upper West Side
25
The Lake (ich bin nicht reingefallen!! 😀 )
27
The Bow Bridge
28

So das soll es fürs Erste gewesen sein.
Falls sich jemand wundert, warum keine Menschen zu sehen sind – es war 5.30 Uhr und die New Yorker scheinen um diese Uhrzeit noch zu schlafen.

Eine himmlische Ruhe in einer Stadt, die niemals schläft und in dieser Woche den Michael Jackson Hype zelebrierte.