Archiv | Februar, 2010

♥ ♥ ♥

14 Feb

Weil Menschen genau DAS tun:

Sich fallen lassen und zu Gott beten, dass sie fliegen können!!!

Glaubenskrieg

5 Feb

Herz versus Verstand versus Glauben featuring Aberglaube.

Wie nur bekommt man alles auf eine Linie???
Das Ziel ist klar umrissen, die Schatten lang und länger.

Das Schwanken macht mich noch wahnsinnig. Ja, nein, vielleicht….oder doch nicht nein. Es herrscht Chaos im Kopf. All gegenwärtig und stets bereit. Ich kann, weil ich will – unbedingt will – und doch spielen Teufel und Engel ihr allseits bekanntes Spiel.

Einmal: Leck mich am A**** (sorry), ich rock das Ding.

Einmal: Wo kann ich mich verkriechen.

Noch 7 Wochen und 5 Tage.

Der Aktenvortrag

3 Feb

Einige hassen ihn, einige stehen ihm neutral gegenüber und andere mögen ihn. Nur eins ist allen gemeinsam – Panik – was, wenn man so überhaupt keine Ahnung hat, was man erzählen soll. :mrgreen:

Auch hier gilt „Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit“ und mal ein bißchen Mumm in den Knochen.

Hiermit meine ich keinesfalls Arroganz, Sarkasmus oder Blödelein. Nur steht und fällt ein Vortrag mit der Darstellung und der Überzeugungskraft des Haltenden. Hierzu gehört zwangsläufig ein gewisses Selbstbewusstsein.

Nun ja – große Reden und nun zu meinem heutigen Aktenvortrag, in welchem ich wohl die völlige Ahnungslosigkeit darstellte. :mrgreen:

Es ging um die Erteilung einer straßenrechtlichen Sondernutzungserlaubnis unter einer Einbeziehung einer speziellen (real nicht existenten) Verordnung hierzu. Es gab keine direkte Anspruchsgrundlage. Nun ja….kein Ding, dann basteln wir uns eben eine.

Aber dann kam das Problem (oder auch nicht): es gab keine mündliche Verhandlung und auch keine Zustimmung der Beteiligten auf eine solche zu verzichten. Ja, ja…auch im Verwaltungsrechtsstreit gilt nach § 101 VwGO der Grundsatz der mündlichen Verhandlung. 😉

Im Bearbeitervermerk fand sich auch kein Hinweis, nicht mal auf etwaige Hilfsgutachten.

Ein Fehler oder beabsichtigt??? Das ist hier die Frage.

Mumm hat der, der im Aktenvortrag lediglich vorschlägt:

Ich schlage vor, zunächst einen Termin zur mündlichen Verhandlung anzuberaumen

Dies fußt auf folgender rechtlicher Würdigung. Nach…..

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

:mrgreen:

Nicht ganz so Mutige, hängen trotz fehlendem Hinweis ein Hilfsgutachten hinten dran. Kann man, muss man aber nicht. Zumindest nicht hier zu Lande. Denn in den allgemeinen Prüfungshinweisen steht:

Ein Hilfsgutachten ist von Nöten, wenn es im Bearbeitervermerk angegeben wird.

Ach ja….die lieben Aktenvorträge sind eben doch nicht immer durchdacht vom Ersteller.

Vor wenigen Tagen im 2. Staatsexamen lief ein strafrechtlicher Aktenvortrag, in welchem es um Beleidigung, Nötigung im Straßenverkehr usw. ging. Tatzeitpunkt war der 10.01.2010. Der Beschuldigte stritt alles ab. Nur der Geschädigte konnte Angaben machen. Dieser sagte unter anderem aus:

Ja. Ich konnte die Worte: „Du blödes Arschloch……“ genau hören. Denn als ich den Beschuldigten überholte, hat er genau das aus seinem offen fahrenden Caprio zu mir rüber geschrien.

3 von 4 Kandidaten klagten den Beschuldigten an. 1 Kandidat stellte alles nach § 170 StPO ein.

Ihre Argumentation:

Der Zeuge/ Geschädigte ist unglaubwürdig. Das folgt unter anderem aus dem Gesichtspunkt, dass am 10.01.2010 Außentemperaturen in hiesigen Breiten von unter – 15 Grad herrschten und bei diesen Temperaturen kein Mensch mit offenem Verdeck fährt.

Die Prüfer waren so verdutzt, weil die Lösungsskizze dies nicht vorsah und sie aber auch nix entgegen zu setzen hatten, dass diese Argumentation auf fruchtbare Prüferohren stieß.

Man merke sich: es geht alles mit der notwendigen Arbeit am Sachverhalt, dem Grundvertrauen in das eigene Können und der eigenen Überzeugungskraft.

Und wenn alle Stricke reißen, ist ein falscher selbstbewusster Vortrag immer noch besser, als ein wimmerndes Etwas.

Am besten wäre natürlich die korrekte Lösung selbstbewusst und eloquent vorgetragen – da machen wir uns nix vor, nech!!!