Null Komma Null

10 Mrz

Verständnis habe ich derzeit für den Lokführerstreik!

Die historische Bedeutung es Streikrechts ist mir durchaus bewusst und zumeist kann auch ich Verständnis aufbringen. Aber jetzt reicht es wirklich! Nicht nur, dass die Entwicklung und Forderungen völlig unverständlich für mich ist. So langsam aber sicher trifft es trotz allerlei „Schutzmaßnahmen“ auch die Qualität meiner Arbeit. So schaffe ich es nicht, Abgabetermine einzuhalten, weil ich einfach gar nicht ins Büro komme. Für heute muss ich Anhörungstermine aufheben, die Kosten dafür trägt…na wer schon?….das Land. Der Ärger aller Beteiligten ist verständlich und ich muss um „Gnade betteln“. Bereits letzte Woche kam ich zu spät zu meinen Verhandlungen, weil die Lokführer ihren Arbeitskampf austragen wollten. Das erfüllt definitiv nicht meinen Anspruch an meine eigene Arbeit. Besonders ärgerlich dabei ist auch, dass die GDL uns stückchenweise mit Infos versorgt. So kündigte man gestern Abend als ich das Büro verließ nur das Bestreiken des Güterverkehrs an. Als ich dann zu Hause am PC wieder geforscht habe, hieß es dann kleckerweise (nur durch gezieltes Suchen), dass nun heute morgen der Personenverkehr bestreikt werden soll.

Toll! Ganz toll! Ist ja nicht so, dass es die Lokführer hinbekommen würden ohne Streik pünktlich zu fahren. 👿 Nein, wir mussten noch auf eine Angestellte warten – für 15 Minuten. Mein Anschlusszug wartete natürlich nicht. Klar, ich gehöre ja auch nicht zum erlauchten Kreis der Blau-Roten. Und 3 Stunden sind doch auch noch hinnehmbar. Schließlich muss man ja schon froh sein, wenn sie überhaupt fahren.

Sicher kann ich auch verstehen, dass man für seine Ziele kämpft. Wenn es aber utopisch wird, dann auch gleichzeitig lächerlich. Wer will nicht, dass alle, die die gleiche Arbeit verrichten, das gleiche Gehalt bekommen. Natürlich! Und dabei so daneben!

So, ich werd dann mal um Gnade betteln bei meinem „Arbeitgeber“. 😕

4 Antworten zu “Null Komma Null”

  1. mindcinema März 10, 2011 um 6:48 pm #

    Oh je, das klingt wirklich übel. Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass es in den nächsten Tagen besser wird.
    Wäre da nicht ein eigenes Auto eine echte Alternative?

    • kopfgedanken März 11, 2011 um 8:06 pm #

      Danke fürs Daumen drücken! 🙂

      Nein, das Auto ist keine wirkliche Alternative. Siehe unten.
      Aber es scheint ja wieder ruhiger zu werden. Zum Glück!

  2. egal März 11, 2011 um 8:29 am #

    Man darf bei solchen Arbeitskampfmaßnahmen auch nicht vergessen, dass Streiks oft nur Reaktionen auf die (fehlenden/unzulänglichen) Arbeitgeberangebote sind.

    Im Übrigen hat doch jeder anständige Beamte doch ein Auto in der Garage stehen 😉 Die totale Abhängigkeit von der Bahn spricht zumindest für ein Organisationsverschulden. Gibts denn in Ihrer Hauptabt. keine streikbezogenen Fahrgemeinschaften?

    Notfalls reicht doch auch das nächste Fahrrad bis zur funktionierenden Bushaltestelle bzw. U-Bahn-Station.

    • kopfgedanken März 11, 2011 um 8:03 pm #

      Das mag sein @Angebote. Soweit ich das in Medien verfolgt habe, gab es allerdings vernünftige Angebote. Nun gut…ehrlich gesagt, kann ich die Forderungen nicht in Gänze verstehen.

      @Arbeitsweg:
      Ich lege jeden Tag knapp 300 km Arbeitsweg zurück. Das Fahrrad wird da schwer. 😀
      Fahrgemeinschaften fallen aus dem selben Grund weg. Es ist ja nicht jeder so „bekloppt“ wie ich bzw. hat keine familiäre Bindung andernorts. :mrgreen:
      Auto…ja das ist vorhanden (auch wenn ich kein Beamter bin 😉 ). Wird allerdings zur Pflege der heimischen Familie zu Hause dringend benötigt. Zudem ist mir nach einem Arbeitstag von meistens 15 Stunden aus Verkehrssicherheitsgründen nicht wohl dabei, mit dem Auto rum zu gurken.

      Es gibt daher (nicht nur für mich) keine Alternative zur Bahn. Wenn die GDL allerdings ihre Streiks rechtzeitig (mindestens 24 Stunden vorher) ankündigen würde, könnte man sich ein Ausweichquartier besorgen. Allerdings frage ich mich auch dabei, warum soll ich zusätzliches Geld in die Hand nehmen, dass mir keiner zurück zahlt, wenn die Lokführer ihren Willen durchsetzen wollen.

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